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Feueralarm und die (Un)Sinnhaftigkeit von Rauchmeldern

Blogged by Max1 as London, bla... — Max1 So 29 Nov 2009 19:13

Ein regelrechter Hype was Rauchmelder angeht scheint derzeit im Gange zu sein. Auf Werbeplakaten wird eine kostenlose Rufnummer angepriesen, wo sich jeder umsonst Rauchmelder besorgen kann.
Ich halte nicht wirklich viel von Rauch / Feuermeldern, gerade in nicht privaten Gebäuden. (So z.B. unsere Uni-Wohnheime…)

Wir haben in unserer Küche einen Hitzedetektor (denn da kann ja etwas anbrennen), und in den Zimmern sowie den Gängen Rauchmelder. Schlimm genug, dass einmal pro !!! Woche !!! der Feueralarm getestet wird, aber aushaltbar. Was beinahe öfter als einmal die Woche vorkommt, ist, dass jemand etwas kocht und anbrennt (meistens wohl Toast), und dann zum Lüften die Küchentür aufmacht.
Das Zeug zieht dann in den Flur und los gehts. Die Feuerwehr rückt an und ohrenbetäubender Lärm im ganzen Gebäude. (Zumindest auf der Seite, wo der Alarm ausgelöst wurde…)

Dass das eine Abstumpfung zur Folge hat ist irgendwo klar. Wir verlassen unsere Zimmer meist nicht mehr, wenn der Alarm losgeht. (Er kann übrigens erst abgestellt werden, wenn die Feuerwehr da war und alles überprüft hat, und auch erst dann darf man zurück ins Gebäude…)

Vielleicht schlimmer ist aber, dass diese Abstumpfung nicht nur die Studenten betrifft. Gestern im Fitnessstudio (welches im Keller eines Wohnheimes ist), Feueralarm.
Keine Spur von Panik, die Leute (mich eingeschlossen) trainieren in aller Seelen Ruhe weiter, bis dann schießlich ein Mitarbeiter kommt und dann doch zum Verlassen des Gebäudes auffordert.
Draußen im Courtyard angekommen schländern gelangweilt die Sicherheitsleute über den Hof (natürlich auch wohl wissend, dass da natürlich nichts brennt), und schließlich kommt auch die Feuerwehr an. Vier ebenso gelangweilte Feuerwehrleute schländern hinter dem nächsten Security-Mensch über den Hof. Ich konnte insgesamt nur ein Löschfahrzeug entdecken. (Für einen ‘Großbrand’ in einem Hochhaus mit locker mal 500-800 Zimmern…)
In meinem Wohnheim rückt wenigstens jedesmal ein ganzer Löschzug an.

Ich finde, dass zeigt recht eindrucksvoll, wie die Übervorsicht sehr deutlich kontraproduktiv ist…

Liberation Fonts vs. Microsoft Fonts

Blogged by Max1 as Linux, London, bla... — Max1 So 22 Nov 2009 17:29

In einer Diskussion über Open Source vs. Proprietäre Software ist, denke ich, klar wo ich stehe.

Da bei mir an der Uni wirklich alles ziemlich laut Microsoft schreit, war es früher oder später abzusehen, dass sowas kommen würde.
Und zwar die Guidelines für einen Labreport.

Report should be produced using a suitable office package (Word, Excel, Powerpoint)

Okay, soweit noch kein Problem, dafür gibts ja OpenOffice.org .

Aber damit ist es noch nicht getan:

Text in Times New Roman, 1.5 line spacing, fully justified, margin ca. 2 cm sides, 3 cm on top and bottom.

Damit wird es dann doch schon hakeliger. “Times New Roman” klingt schon ganz stark nach M$. Und natürlich ist unter OOo unter Linux TNR so erstmal nicht verfügbar. Um dieses Problem zu lösen hat RedHat die “Liberation Fonts” entwickelt. Diese sind OpenSource und sollen möglichst nahe an die MS Fonts herankommen.

Aber, was ich auch nicht wusste, offenbar hat Microsoft die Core Web fonts mal als OpenSource veröffentlicht. Microsoft’s TrueType core fonts on Linux

Also kann man dieses Problem nochmal umschiffen. Wirklich, wirklich interessant wird die Diskussion (auf die ich mich jetzt schon freue, die Uni ist wirklich M$ durch und durch :) ), wenn die neuen Fonts von Office 2007 verlangt werden.
Denn ein freies Äquivalent gibt es noch nicht, und diese Aussage von M$ klingt schon sehr restriktiv:

You may use the fonts that accompany the PowerPoint Viewer only to display and print content from a device running a Microsoft Windows operating system.

Ins Detail geht hier der oooninja:

Metric Equivalent Fonts and Font Substitution

Install Free Office 2007 Fonts for Linux and XP

Meet the family

Blogged by Max1 as London, bla... — Max1 Mi 4 Nov 2009 17:40
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Meet the family:

Meet the family

:)

Und alles was es dazu brauchte, waren 7 O2-Shops (in Worten: Sieben!!!) und 5 Stunden Rennerei (in Worten: fünf!).

Nein, leider sind das nicht alles meine :(

Uni Exams und Deutschland überall

Blogged by Max1 as London, bla... — Max1 Mi 14 Okt 2009 13:35

Der erste Aufreger über die Uni kam Anfang dieser Woche. (Wer mich kennt weiß, dass ich mich über festgefahrene Bürokratie und Dergleichen gerade in großen ‘Betrieben’ gerne aufrege…)
Ich arbeite seit der 8. Klasse mit einem Texas Instruments Taschenrechner (TI-30XIIS), welcher für Schulen, Unis, etc. zulässig ist. (Heißt er löst keine Gleichungen, zeichnet keine Graphen, etc.)
Wer oft mit Taschenrechnern arbeitet weiß, dass das Handling von einem TI gegenüber einem CASIO Taschenrechner komplett anders ist. Man muss sich komplett umstellen. Leider sind zu den Klausuren nur 2 Modelle von CASIO zugelassen. Hätte einer der Professoren das nicht mal beiläufig erwähnt, hätte ich irgendwann kurz vor den Klausuren anfangen müssen, einen neuen Taschenrechner zu lernen….
(Das ist ein ENORMER Zeitfaktor in einer Klausur einen Taschenrechner zu nutzen, den man nicht zu 100% kennt!!!)

Der zweite Hammer folgte direkt hinterher: Man bekommt keine Formelsammlungen in den Klausuren und darf NICHTS mitnehmen (außer Stift und Taschenrechner).
Das hängt wohl damit zusammen, dass man im gleichen Raum die Klausur schreibt wie Studenten anderer Fächer und die Aufpasser ungelernte Leute sind, die nicht entscheiden können was zulässig ist und was nicht, wenn es nicht auf einer Liste steht.

Wer jetzt sagt na und, das ist doch richtg so und in Deutschland auch so: Falsch.

Zunächst laufen Klausuren (zumindest nach meiner Erfahrung) in Deutschland ganz anders ab. Man schreibt in einem Raum mit Kommilitonen des gleichen Kurses. Aufpassen tun zwar auch unbeteiligte Aufpasser, aber immer zusätzlich dabei der Prof oder einer seiner Assistenten. Die wissen welche Taschenrechner okay sind und so Sachen.
Außerdem waren alle Klausuren, die ich in Deutschland geschrieben habe (und geschrieben hätte ;) ) sogenannte “Kofferklausuren”. Das heißt man darf ALLES mitbringen was man will, solange es nicht elektronisch ist.
Macht ja auch Sinn, denn die Fähigkeiten eines Mathematikers / Informatikers / Physikers können sich ja nicht daran entscheiden, wie viele Formeln man auswendig lernen kann, und ob man sich beim lernen zufällig dafür entschieden hat die richtigen, oder vllt doch auch einige nutzlose Formeln auswendig zu lernen. Natürlich guckt man in einer Klausur nicht wirklich in seine Aufzeichnungen, man muss es im Kopf haben, alles andere kostet zu viel Zeit. Aber man kann mal etwas vergessen, oder eine Formel verdrehen, und dann ist es nur fair, nachschauen zu dürfen.
Immerhin ist es nicht Kindergarten und nicht Schule, sondern Uni.

Und Deutsche Unis scheinen etwas richtig zu machen, denn die landläufige Meinung hier ist, dass deutsche Unis besser sind. Und man sieht sehr deutlich, wir sind Exportweltmeister. Die meisten Autos, die man hier fahren sieht, sind Deutsch. Man sieht Siemens Schilder an Baustellen, im Supermarkt kauft man Haribo, Ferrero und Persil, Herde gibt es von AEG, etc.

Und egal in welche rechte Ecke man geschoben wird, wenn man sowas sagt, das macht einen schon ein bisschen Stolz, Deutscher zu sein.

Angekommen in London

Blogged by Max1 as London, bla... — Max1 Sa 26 Sep 2009 14:45
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Nachdem ich nun endlich auch Internet habe, kann ich etwas berichten….

Ich bin in meinem Wohnheim eingezogen, 8qm für das Zimmer kommen etwa hin denke ich. Alles sehr klein, und sehr Jugendherbergsmäßig. Also die Fenster lassen sich nur Spaltweise öffnen, alle Türen sind Brandschutztüren und knallen ständig zu, die Küchen werden auf Sauberkeit überprüft und all so Scherze….
Mein größtes Problem ist dennoch die Matraze, weil ich konstant Rückenschmerzen davon bekomme. Angeblich bekomme ich im Laufe dieser Woche eine neue, was aber ja nicht heißt, dass die besser ist.

Die Leute sind alle recht jung, wobei mir immernoch nicht ganz klar ist, wie man mit 17 seine Universitätsausbildung beginnen kann. Aber älter als gerade 18 ist niemand wirklich. Die richtige Uni hat noch nicht angefangen, aber ich merke schon, das alles leicht desorganisiert ist.
Wen es genauer interessiert (Google Streetview… und alle so “Yeahhh”…), ich habe ein Zimmer in 165 Great Dover Street, The Borough (Southwark), London Borough of Southwark. Ich wohne in einem “Flat” mit insgesamt 7 Leuten, die sich eine Küche teilen.

Englischsprechen ist wirklich interessant, und wenn man 3-4 Tage wirklich gar kein Deutsch gesprochen hat, beginnt es einem tatsächlich schwer zu fallen, besonders die Aussprache. Aber man gewöhnt sich auch genauso schnell wieder um. Und auch interessant zu sehen, wie viele Worte es im Deutschen gibt, die einfach keine wirkliche Entsprechung im Englischen haben.

In der ersten Woche hab ich hauptsächlich versucht, ein Iphone zu kriegen (und Tims umzutauschen ;) ), leider ohne Erfolg (Ersteres zumindest). (Bei Apple braucht man ne Britische Credit oder Debit Karte, die ich nicht habe, und bei o2 ist es schon die ganze Zeit ausverkauft.)
Das Umtauschen hat allerdings nach 3 Tagen Wartezeit auf einen Termin an der “Ipod Bar”, und ca 1,5 Stunden Wartezeit vor Ort dann geklappt, und reibungslos dazu.
Die scheinen dort sehr kulant, auch wenn Geräte fast 5 Monate über die Garantiezeit waren haben die die meistens anstandslos getauscht, sofern sie in einem guten Zustand waren.

Habe jetzt gestern bei Apple online ein 3GS 16 gig schwarz geordert. Dank der o2 pay as you go karte sind noch 12 Monate umsonst Mobil Internet dabei.
Ich bin also ab ca. Mitte nächster Woche genauso gut per Email zu erreichen, wie ich es normalerweise nur per SMS wäre.
Bei o2 kann ich Iphones kaufen, ohne zu aktivieren, bin aber nicht sicher wie viele. Wer also eines will (aber alle haben die 3.1 drauf) mir Bescheid geben. (Das war übrigens das Erste, was der Apple Mensch zu mir gesagt hat, als ich ihn nach einem Iphone gefragt habe: “Please keep in mind that it comes with an o2 sim card, and the software we currently have on them is not jailbreakable as far as we know”)

Mittlerweile hab ich auch ein passendes (und nicht zu teures) Fitnessstudio gefunden. Ich habe zwar ein Soho Gym gleich um die Ecke, allerdings kostet das (mit Studentenermäßigung) ca. 50 Pfund pro Monat, das andere nur die Hälfte. Wird von der Studentenvereinigung KCLSU betrieben, daher recht günstig.

Ansonsten war noch nicht wirklich viel los, ich hatte mich aus dem “Nachtleben” bisher leicht rausgehalten, weil die Leute aufgrund ihres doch “jungen” Alters noch nicht wirklich Erfahrung mit Alkohol gemacht haben. Das wird schnell nervig. Wir haben diese Phase zwar alle durchgemacht, nur liegt meine doch schon einige Jahre zurück.
Trotzdem bin ich zur “Indie Night” und werde wohl am Montag zu “Ministry of Sound” gehen, das scheint recht bekannt zu sein. Der lauteste Club Europas oder so in der Richtung. Was irgendwie beängstigend ist, denn “Indie Night” war schon lauter als alles, was ich bisher erlebt hab.

Am 9. Oktober bin ich über das WE wieder in Mainz. Wer also etwas mitgebracht haben möchte, sagt Bescheid.

Falls ich irgendwas vergessen habe, zu erzählen, fragt.

Hier sind noch paar Bilder von meinem “Schuhkarton mit Duschtoilette”… (Ich weiß, dass die Bilder falschrum sind, ich weiß nur nicht, warum ;) Auf meinem Rechner stimmen sie…. drehts halt den Kopf bisl)

Achja, wer will kann mir auch auf Twitter folgen, spätestens wenn ich mein 3GS hab gibts dort was zu lesen. twitter.com/_max1

bad

Waschbecken Bad irgendwas Einbauschrank

dusche

Duschklo Einbauschrank wasauchimmer

eingang

Eingang zu meinem Zimmer

bett

Nicht viel zu sehen

Schreibtisch und Schrank

Schreibtisch und Schrank

tisch2

Schreibtisch


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