Liberation Fonts vs. Microsoft Fonts
In einer Diskussion über Open Source vs. Proprietäre Software ist, denke ich, klar wo ich stehe.
Da bei mir an der Uni wirklich alles ziemlich laut Microsoft schreit, war es früher oder später abzusehen, dass sowas kommen würde.
Und zwar die Guidelines für einen Labreport.
Report should be produced using a suitable office package (Word, Excel, Powerpoint)
Okay, soweit noch kein Problem, dafür gibts ja OpenOffice.org .
Aber damit ist es noch nicht getan:
Text in Times New Roman, 1.5 line spacing, fully justified, margin ca. 2 cm sides, 3 cm on top and bottom.
Damit wird es dann doch schon hakeliger. “Times New Roman” klingt schon ganz stark nach M$. Und natürlich ist unter OOo unter Linux TNR so erstmal nicht verfügbar. Um dieses Problem zu lösen hat RedHat die “Liberation Fonts” entwickelt. Diese sind OpenSource und sollen möglichst nahe an die MS Fonts herankommen.
Aber, was ich auch nicht wusste, offenbar hat Microsoft die Core Web fonts mal als OpenSource veröffentlicht. Microsoft’s TrueType core fonts on Linux
Also kann man dieses Problem nochmal umschiffen. Wirklich, wirklich interessant wird die Diskussion (auf die ich mich jetzt schon freue, die Uni ist wirklich M$ durch und durch :) ), wenn die neuen Fonts von Office 2007 verlangt werden.
Denn ein freies Äquivalent gibt es noch nicht, und diese Aussage von M$ klingt schon sehr restriktiv:
You may use the fonts that accompany the PowerPoint Viewer only to display and print content from a device running a Microsoft Windows operating system.
Ins Detail geht hier der oooninja:


Kommentar von Peter — 22. November 2009 at 18:01
Hmm, mit den Schriften geht das aber schon länger bei Linux = msttcorefonts bei Ubuntu.
http://wiki.ubuntuusers.de/Schriften Ziemlich weit nach unten scrollen.
Dann geht man also an “deiner” Uni davon aus, das sich jeder so ein teures Office Paket leisten kann und immer Windows auf dem Rechner hat. Damit werden den Studenten, die eh nicht viel Geld haben, schon da die letzten “Kröten” aus der Tasche gezogen.
Ich weiß nicht, wie das hier an einer deutschen Uni gehandhabt wird, ob man dort flexibler wäre…
Hast du denn mal mit deinen “Leuten” darüber gesprochen, oder den “Lehrkörpern”?
Sonst bleibt dir nur eine virtuelle Maschine, mit Windows und Office Paket.
Bis dann
Peter
Kommentar von Max1 — 22. November 2009 at 18:12
Hey pete :-)
ich emaile dir heute abend mal!!
ja, das mit den fonts geht schon laenger, ich vermute das ist auch der einzige grumd warum es ueberhaupt geht^^
m$ hat die wohl frueher mal mit ner laschen lizenz veroeffentlicht und jetzt gibts kein zurueck ;)
mit den leuten kann man nicht diskutieren. Das gleiche wie mit den taschenrecjnern. Die leute sollen sich einen neuen kaufen (auch wenn er nur 3 pfund kostet), statt das sich jemand mal hinsetzt und noch 2-3 andere modelle anschaut. Das dauert keine 5 minuten.
Dann kommt immer das argument wir haben ja computer mit windows und word in der bibliothek, schreib doch da… -.-’
mein economics professor hatte da seinen aufsatz intelligenter machen lassen. Er wollte einfach eine gut lesbare pdf datei und hat eine anleitung gemacht wie man mit openoffice als pdf exportiert…
Und bei den neuen 2007 fonts wirds ibteressant, weil dann erstmal geklaert werden muss, ob zu ‘a computer running microsoft windows’ zb auch linux im dual boot oder ein virtuelles windows zaehlt… ^^